Info-Veranstaltung am 26.2. - NEUE Aktionen!

Wieder war der große Saal beim Dieplinger so voll, dass einige Dutzend Besucher im Nebenraum Platz nehmen mussten und am Ende auch dort die Sessel Mangelware waren. Mit unter den Gästen Bgm. Allerstorfer (Feldkirchen), Bgm Füreder (Ottensheim) und Hr. Soriat (Vereinigung Dachverband Donau, Gestalter der Ausstellung: Hochwasser - 20%). In der Veranstaltung haben wir gezeigt wie jeder von Euch zu einer individuellen Hochwasserprognose fürs eigene Haus kommt und drei neue Aktionen gestartet. 

Unterstützt unsere neuen Brief-Aktionen! Jeder kann seinen Beitrag leisten!

Die Politiker müssen wissen, dass wir nicht plötzlich mit allem zufrieden geworden sind. Schließlich gilt noch immer: keine einzige Maßnahme, die unser Risiko mindern würde, ist umgesetzt!

Aktion Ministerbrief

Brief an Minister Rupprechter: Vor kurzem wurde der Endbericht der in seinem Ministerium eingerichteten Task Force Donau zum Thema Sedimente präsentiert (https://www.bmlfuw.gv.at/wasser/nutzung-wasser/Task_Force_Donau-Feinsedimentmanagement.html ) .

Wir haben den Bericht analysiert (siehe http://www.hochwasserschutz-eferdinger-becken.at/images/Dokumente/Analyse_Taskforce-Sedimente.pdf)

Aus Sicht des Hochwasserschutzes enthält dieser ein mehr als enttäuschendes Null-Ergebnis!

Wir hätten uns zumindest erwarten können, dass empfohlen wird, dass konkrete Maßnahmen gegen Sedimente wenn nicht eingeführt, dann zumindest an der Donau erprobt werden! Die Ablagerung von Sedimenten in den Stauräumen und im Flusslauf der Donau führt bei Überflutungen nicht nur zu verstärkten Schlammablagerungen in Siedlungen etc. sondern vermindert die Retentionswirkung von Stauräumen und erhöht nachweislich auch die Wasserspiegel bei Hochwasser und damit direkt unser Überflutungsrisiko als Anrainer.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die drei gängigsten Methoden dafür: Schlammabsaugung, Stauraumspülung und Sedimentsbypässe „noch weiterer Untersuchungen bedürfen“, weil „ihre Wirkung nicht ausreichend geklärt“ sei, denn diese Methoden sind bereits eingehend erforscht (u.a. nachzulesen in der SED_AT Studie des BMLFUW, 2014). Weitere theoretische Untersuchungen, Studien etc. scheinen wirklich entbehrlich und dienen nur den Interessen derjenigen Kraftwerksbetreiber, die wirksame Maßnahmen auf die lange Bank schieben wollen, um Kosten zu sparen!

Dagegen protestieren wir aufs Entschiedenste!

Weiterlesen: http://www.hochwasserschutz-eferdinger-becken.at/images/Brandstatt_20160226/Brief_Rupprechter.pdf

Bitte runterladen, ausdrucken, unterschreiben und absenden!

 

Aktion Landesratsbrief

Brief an Landesrat Podgorschek: Seit Monaten wird über die Planung von Schutzbauten gesprochen, aber obwohl uns für Oktober 2015 umfassende Information zu den Planungen zugesagt wurde, gibt es bis jetzt für uns Betroffenen keinerlei greifbare Information. Auch eine Bürgerbeteiligung im Planungsprozess wurde seitens der OÖLRG versprochen. Davon haben wir bisher auch nichts gehört.

Die wasserwirtschaftlich vertretbare Variante, hinterlegt mit Kosten, soll noch im März den Gemeinden für eine  Plausibilitätskontrolle vorgestellt und dann im April dem Beirat präsentiert werden.im Mai und Juni erfolgt soll die Präsentation der Bestvariante für die betroffenen Bürger erfolgen.

Jetzt fragen wir Herrn Podgorschek:

  • Wie entwickelt sich die "wasserwirtschaftlich vertretbare" zur "Bestvariante"?
  • Was passiert da dazwischen?
  • In welcher Form ist angedacht, dass die betroffenen Bürger Verbesserungsvorschläge einbringen können? 
  • Oder ist geplant die Betroffenen im Mai vor vollendete Tatsachen zu stellen ?

Weiterlesen: http://www.hochwasserschutz-eferdinger-becken.at/images/Brandstatt_20160226/Brief_Podgorschek.pdf

Ebenfalls runterladen, ausdrucken, unterschreiben und absenden!

Seit mehr als zwei Jahren warten wir auf die Umsetzung konkreter Maßnahmen, die das Hochwasserrisiko im Eferdinger Becken senken würden. 

Mach mit! Es geht um die Zukunft unseres Lebensraums! Das sollte uns schon zwei Briefmarken wert sein.



Aktion Volksanwalt

Brief an den Volksanwalt: Über 100 Betroffene - Darunter Bgm. Allerstorfer (Feldkirchen), Bgm. Füreder (Ottensheim), Bgm. Müllner (Goldwörth) und Bgm. Plakolm (Walding) haben dieses Schreiben an den Volksanwalt unterschrieben. Worum geht es dabei? Das Verfahren rund um die neue Wehrbetriebsordnung hat gezeigt, dass das Vorgehen der Behörden rechtsstaatliche Grundsätze (Gewaltenteilung) völlig außer Acht lässt. Da läuft grundsätzlich etwas schief, wenn in einem Verfahren über mehrere Instanzen, immer wieder ein und dieselbe Person als Sachverständiger auftritt und diese Person noch dazu an der Entstehung des Verfahrensgegenstands federführend mitgewirkt hat, sodass sie seine eigene Arbeit bzw. die seines Arbeitgebers beurteilen muss.

Auch wenn es sich um die klügste, unbestechlichste und fairste Person der Welt handelt, ist das noch immer nicht in Ordnung. Nicht zuletzt ist dieses Vorgehen auch dieser einen Person gegenüber nicht fair, weil man ihr viel zu viel verantwortung aufhalst!

Jedenfalls führt dieses Vorgehen, das kein Einzelfall im Wasserrecht ist, die Einrichtung der neuen unabhängigen Verwaltungsgerichte ad absurdum, weil sich diese über Sachverständige wieder von der belangten Behörde abhängig machen.

Weiterlesen: http://www.hochwasserschutz-eferdinger-becken.at/images/Brandstatt_20160226/Brief_Volksanwalt_Fichtenbauer.pdf

NEU:

Individuelle Hochwasser-Prognose fürs eigene Grundstück im Eferdinger Becken. Für Alle!

 

Nachdem die OÖLRG die für die sogenannte Lamellenprognose nötige Umrechnungstabelle geheim hält, weil uns diese angeblich "verwirren" sollte. ist es uns gelungen ein Verfahren zu entwickeln, das auch ohne diese Tabelle funktioniert indem wir Daten des bayrischen Hochwasser­nachrichtendienstes und der OÖ Hydrographie kombiniert verwenden. 

 

Dieses Verfahren haben wir dokumentiert und jeder, der Internetzugang hat, kann es anwenden!

 

Die Lamellenprognose beantwortet wichtige Fragen bei Hochwasser

 

  • Wird mein Grundstück (voraussichtlich) überflutet?
  • Welche Straßen sind (voraussichtlich) noch befahrbar?

 

WICHTIG: Für die Richtigkeit der Daten und dieser Anleitung können wir keine Verantwortung übernehmen, die sie nicht von uns stammen. Die Anwendung erfolgt daher auf eigene Gefahr.

 

Wie für jede Prognose gilt natürlich auch hier: sie wird nicht in allen Fällen hundertprozentig genau sein. Aber wir gehen davon aus, dass sie wesentlich besser sein wird als eigene Mutmaßungen, die man aufgrund der nächstgelegenen im Internet verfügbaren Pegel Wilhering oder Engelhartszell, die beide keine Prognosepegel sind, entwickeln kann.

 

1. Lese den Höchststand der Prognose für den Pegel Achleiten ab: 

 

http://hydro.ooe.gv.at/#207019  

 

zum Beispiel: 850cm werden in 24h vorausgesagt

 

 

 

2. Ermittle nun die Durchflussmenge für diesen Pegelstand: 

 

http://www.hnd.bayern.de/pegel/donau_bis_passau/achleiten-10094006/abflusstafel  

Beispiel: für 850cm sind das 7520 m³

 

 (HINWEIS: Diese Abflusstafel kann sich ändern, weil sich der Querschnitt der Donau ändern kann (Sedimente...) Daher sollte man im Ernstfall nicht die abgebildete Tafel verwenden, sondern bei immer die aktuelle Version aus dem Internet holen: http://www.hnd.bayern.de/pegel/donau_bis_passau/achleiten-10094006/abflusstafel  )  

 

 

 

3. Nun kannst Du die Nummer der „nächstgelegenen“ Lamelle ermitteln: „130_1_“ & Durchfluss 

 

Beispiel: 130_1_7500 

 

 

 

4. Öffne die Lamellenkarte und schau, welche Farbe die Lamelle hat (Farbtabelle am rechten Rand der Karte):

 

http://www.hochwasserschutz-eferdinger-becken.at/images/Dokumente/Karte_EfBe-20160206.jpg 

 

Beispiel: Die Lamelle 130_1_7500 ist gelb. 

 

5. Suche nun Dein Grundstück (oder die Zufahrtsstraße) auf der Karte und vergleiche die Farben:

 

 

 

Die Karte ist sehr groß und so detailliert, dass man einzelne Häuser leicht erkennen kann. Du kannst sie im Web-Browser mit Strg-+ und Strg- - vergrößern und verkleinern. 

 

Zum Beispiel: Ist die Farbe des Grundstücks rot, so bleibt es nach dieser Prognose trocken! 

 

Wenn die Farbe des Grundstücks grün oder gelb ist, wird es wahrscheinlich überflutet!

 

(HINWEIS: Am besten merkt Ihr Euch die Farbe Eures Grundstücks und die der Zufahrtsstraßen. Dann wisst Ihr im Falle des Falles rascher Bescheid).

Wie gesagt, eine Prognose, die nicht unbedingt stimmen muss, aber das Genaueste, was momentan zu haben ist. Alle Betroffenen haben bisher bestätigt, dass sie zumindest das Hochwasser 2013 sehr gut abbildet.