Wir machen das nicht, weil es so lustig wäre...

... wir machen es, weil unser Aktionstag am 8.6. notwendig ist!

Behörden bewilligen Änderungen in den Wehrbetriebsordnungen, die scheibchenweise unser Hochwasser-Risiko verschärfen. Der Hochwasser Unterausschuss der Landesregierung löst sich auf, obwohl  der Theobald-Bericht noch nicht einmal vollständig vorliegt. Von einer Umsetzung von Verbesserungen ganz zu schweigen! Nachgewiesene Fehler in den WBO werden geleugnet. Amts-Sachverständige beurteilen ihre eigene Arbeit, argumentieren in „Gutachten“ ohne Begründungen und zeigen sich unwissendDer Wissensstand betreffend Hochwasserschutzplanung im EB wird bis Ende des Jahres unverändert sein. Herr Carli wird sich bis dahin nicht äußern was nun geplant sei, denn erste Erkenntnisse werden erst Mitte 2016 vorliegen. Dennoch müssen sich mehr als 100 Betroffene noch heuer in nur sieben Monaten entscheiden ob sie bleiben oder nicht. Alleine diese menschenverachtende Vorgehensweise können wir nicht einfach hinnehmen. 

Damit wird das Lebenswerk hunderter Familien zerstört,

die darauf vertraut haben, dass eine Unterschrift der Landesregierung (Baubewilligung)

auch etwas gilt.

Was wäre wenn…

… am 3. Juni 2015 wieder vergleichbare Wasser­massen aus Passau kommen?

Dann werden die Folgen mindestens genauso katastrophal wie 2013, wahrscheinlich sogar schlimmer sein!

Also lustig wäre das wirklich nicht ...

 

Das sind Fakten

Schon 2013 haben die Schärdinger einen Plan vorgelegt, der auch an der Donau wirkt. Im Oktober 2014 haben wir den Behörden, Politik und den Betroffenen unseren Masterplan zur Senkung der Hochwasserrisiken präsentiert, der auch Sofort-Maßnahmen enthält.

Allen Sonntagsreden zum Trotz: Obwohl zwei Jahre seit dem Hochwasser 2013 vergangen sind, wurde noch immer keine einzige Maßnahme umgesetzt, die unser Hochwasser-Risiko reduzieren würde. 

Erst vor kurzem haben Prof. Theobald und das bayrische Umweltministerium die drei wichtigsten Maßnahmen unseres Master-Plans ausdrücklich bestätigt!

Das heißt: Schutz ist machbar. Man muss die Maßnahmen nur umsetzen.

Wir appellieren an die Vernunft!

Was wir von der Politik fordern:

  • unterstützen Sie auch seitens der OÖLRG vollinhaltlich unsere Beschwerde gegen den Pfusch am Stau, die WBO 2015, die wir gemeinsam mit 5 Bürger­meistern eingebracht haben!
  • Sorgen Sie dafür, dass  wie an anderen Flüssen umgehend eine Kettenstauregelung mit Vorabsenkung an Donau, Inn und Salzach eingeführt wird! Schließlich hat auch die Theobald Studie gezeigt, dass sich damit Risiko vermeiden läßt.

  • Setzen Sie sich dafür ein, dass im Eferdinger Becken nicht nur alte Häuser (vor 1.7.1990) geschützt werden! Der Stichtag ist volkswirtschaftlich völlig unsinnig (Hier die ganze Geschichte). Streichen Sie ihn aus den Planungsvorgaben. Wir fordern Gleichbehandung bei der Förderung der Hochwasserschutzbauten mit der "Schutzmaßnahme" Absiedlung (für die der Stichtag ausser Kraft gesetzt wurde)

  • Räumen Sie endlich auf, in Ihrem hydro-graphischen Dienst. Die Unzuverlässigkeit dieser sicherheitskritischen Einrichtung ist ein Skandal!

  • Fordern Sie vom KW Betreiber endlich die Umsetzung der 40 Jahre alten Auflage ein, dass auch im nördlichen Eferdinger Becken ein Online Pegel zu errichten ist.

  • Beenden Sie die Geheimniskrämerei und Bevormundung der Betroffenen. Alle automatisch gemessenen Pegel und die Lamellenprognose gehören ins Internet!

  • Streichen Sie die Frist 31.12.2015 für die Absiedlungsförderung. Warum die Menschen unter Druck setzen, wenn Absiedlung doch freiwillig sein soll? 

  • Widmen Sie für die in der Absiedelungszone verbleibenden Häuser die Grundstücke wieder auf Baugrund zurück. Warum sollten Dableiber enteignet werden
     

Warum die Situation so ist und worum es wirklich geht

Wir sind uns sicher: Es ist nicht so, dass die Politiker und ihre Experten unser Problem nicht verstehen könnten. Es ist auch nicht so, dass sie die Lösungen, die wir vorschlagen, nicht verstehen könnten. Schließlich haben wir und viele andere Gespräche geführt, Briefe geschrieben, Petitionen eingebracht und Konferenzen abgehalten. 

Aber sie glauben noch immer, sie könnten dieses Problem einfacher los werden,

  • indem sie uns ignorieren,
  • die Fakten verleugnen,
  • uns nur glauben machen, dass sie daran arbeiten,
  • das Problem auf die lange Bank schieben, bis wir wieder das Maul halten, nach Hause gehen (oder absiedeln)
und dann wieder zur (gemütlichen) Tagesordnung übergehen. 

 

Wir müssen ihnen ganz deutlich klarmachen:

 

  • sie können das Problem nur loswerden, indem sie es tatsächlich anpacken und lösen!

 

Denn für uns geht es einfach um zu viel! 

 

 

Daher kommt alle am Montag 8. Juni um 6.30 Uhr zu den 
Treffpunkten in Alkoven und Ottensheim

Aktion zum Jahrestag des HW

 „Gegen Pfusch am Stau“

Wir treffen uns entweder beim Treffpunkt Nord (Ottensheim, neben der Bahnhaltestelle Dürnberg) oder beim Treffpunkt Süd (Alkoven, Lilo Bahnhaltestelle gegenüber der AGIP Tankstelle). Dann fahren wir im Konvoi nach Linz wo wir gemeinsam zur Kundgebung marschieren. Siehe Flugblatt.

Wir machen das nicht, weil es so lustig wäre, sondern ...

... um die Medien zu aktivieren, und der Politik zu zeigen, dass wir mit bisherigen Plänen un­zufrieden sind, dass sie Problem lösen müssen und nicht auf die lange Bank schieben können, dass endlich der Pfusch in den WBO behoben werden muss und endlich etwas für den Hoch­wasser­schutz ge­tan werden muss!

 

Und nicht zuletzt: Es hat Sinn, dass wir uns engagieren, denn unser gemeinsamer Widerstand wirkt !

Erst am 21.5. hat LR Anschober bekanntgegeben, dass die OÖLRG nach Wochen des Zuwartens doch noch ebenfalls  Beschwerde gegen den WBO Bescheid einlegen wird. Kaum vorstellbar, dass sie das getan hätten wenn wir den Bescheid nicht analysiert, nicht gemeinsam mit Bürgermeister Allerstorfer, Haas, Müllner, Schuhmann und Würzburger Beschwerde erhoben hätten und nicht laufend auf diesen "Pfusch am Stau" hingewiesen hätten!