Forderung 4:

Flutpolder in der Au, statt Überflutungsgebiet im Siedlungsraum!
(NEIN zum Entvölkerungsplan)

Warum brauchen wir diese Lösung?

Ein Flutpolder ist ein unbewohntes Gebiet (z.B. Auwald aber auch landwirtschaftliche Flächen), das mit Dämmen gegen das Umland abgegrenzt ist. Siehe Ein Flutpolder ist ein unbewohntes Gebiet (z.B. Auwald aber auch landwirtschaftliche Flächen), das mit Dämmen gegen das Umland abgegrenzt ist

und Ein Flutpolder ist ein unbewohntes Gebiet (z.B. Auwald aber auch landwirtschaftliche Flächen), das mit Dämmen gegen das Umland abgegrenzt ist Dieser AUSSCHNITT stammt aus folgendem VIDEO.


Die Erschließung durch Güterwege etc. ist kein Problem. Ein Flutpolder verfügt über ein Einlaufbauwerk (Wehr) und ein Auslaufbauwerk über die er zum optimalen Zeitpunkt geflutet werden kann und auch die Entleerung erfolgt nicht „zufällig“ sondern dann wenn sie keinen Schaden mehr anrichtet. Man spricht von gesteuerter Retention (Rückhaltung).

Flutpolder brauchen beim gleichen Rückhaltevolumen wesentlich weniger Platz als ein Überflutungsgebiet. Daher ist es nicht notwendig, ganze Landstriche zu entvölkern.

Das Überflutungsgebiet hat keine Begrenzung. In einem relativ flachen Gebiet wie dem Eferdinger Becken breiten sich die Wassermassen mit jedem Zentimeter mehr Wasserstand immer weiter ins umliegende Land aus. Der Effekt verstärkt sich auch noch mit jedem Hochwasser wegen der Ablagerung von Sedimenten im Überschwemmungsgebiet. So braucht das Überflutungsgebiet bei jedem Hochwasser immer mehr Platz bzw. bedroht es immer mehr Siedlungsraum.

Flutpolder können die Hochwasserspitzen aber auch wesentlich effektiver dämpfen und damit mehr Schaden abwenden als Überflutungsgebiete. Siehe Flutpolder können die Hochwasserspitzen aber auch wesentlich effektiver dämpfen und damit mehr Schaden abwenden als Überflutungsgebiete (vergl. S.183).

Was ist zu tun?

Es sind Flächen an Inn und Donau zu identifizieren, die unbesiedelt sind und die für die Errichtung von Flutpoldern in Frage kommen. Solche Gebiete gäbe es zum Beispiel in den Inn/Salzachauen, im Eferdinger Becken aber auch in der Au bei St. Pantaleon bis Strengberg. Letzteres war nach Augenzeugenberichten 2013 4m hoch überflutet. Da würde sich also mit dem Flutpolder wenig ändern.

Wirkungsbeweis

Die Überschwemmung eines Überflutungsgebiets erfolgt bei Hochwasser von selbst. Das bedeutet, dass zu dem Zeitpunkt der Hochwasserspitze das Rückhaltevolumen zu einem großen Teil schon gefüllt ist. Der Abfluss aus dem Überflutungsgebiet erfolgt auch ungesteuert. Man spricht von ungesteuerter Retention.

In der genannten wissenschaftlichen Untersuchung der TU München (siehe S. 185) heißt es dazu:

  • „Bei größer werdenden Hochwasserereignissen bis hin zu Extremereignissen wirkt die ungesteuerte Retention in erster Linie abflussverzögernd, die gesteuerte abflussreduzierend.
  • Durch abflussverzögernde Maßnahmen kann im Katastrophenfall Zeit gewonnen, durch abflussreduzierende Maßnahmen kann der mögliche Schaden reduziert werden.“

An der Donau und am unteren Inn geht es vor allem um Reduktion des Schadens. Die Vorwarnzeit (2013 fast 48h) ist ausreichend. Daher sind Flutpolder für diese Flüsse die intelligentere Lösung.

Flutpolder werden seit Jahren erfolgreich zur Dämpfung von Hochwassern am Rhein eingesetzt. Siehe Flutpolder werden seit Jahren erfolgreich zur Dämpfung von Hochwassern am Rhein eingesetzt

Hier ein Video zum Beweis der Wirksamkeit: Kehl-Straßburg: Wie das Kulturwehr das Hochwasser bändigt

Bayern baut und plant ebenfalls eine Reihe von Flutpoldern an der Donau:


Das Argument, man könne im Eferdinger Becken wegen der Durchlässigkeit des Untergrunds keine Deiche für Flutpolder bauen, halten wir für nicht stichhaltig und allein durch die Existenz des Kraftwerks Ottensheim (Stauhöhe 10,5 m) seit Jahrzehnten widerlegt.

In der Zwischenzeit wurden eine Reihe weiterer Techniken zur Deichabdichtung entwickelt:

Wer ist verantwortlich für die Umsetzung?

Verantwortlich für Hochwasserschutzbauten ist das Lebensministerium (BM Rupprechter)