Warum brauchen wir diese Lösung?

Das Eferdinger Becken ist ein uralter und wertvoller Siedlungsraum. Gemeinden wie Alkoven, Feldkirchen oder Goldwörth wurden schon vor 1000 Jahren urkundlich erwähnt. Teilweise reichen die Spuren erster Siedler in die Hallstatt-Zeit zurück. Hochwasser wird aber nie völlig ausgeschlossen werden können.

Wir halten es für intelligenter, Dämme zu bauen, als das Gebiet zu entvölkern, was nicht nur den Steuerzahler ebenfalls viel Geld kosten, viele Betroffene in den finanziellen Ruin treiben und Grundstückspreise im Umland weiter nach oben treiben würde.

Was ist zu tun?

Dichter bebauter Siedlungsraum der Ortschaften ist mit Ring-Dämmen zu schützen. Für einzeln stehende Häuser und Weiler bieten sich mobile Schutzbauten an. Wegen des flachen Geländees breiten sich Hochwässer im Eferdinger Becken zwar kilometerweit aus, sind aber bei weitem nicht so hoch über Grund wie in Passau oder Grein. Diese Dämme müssten also an den meisten Stellen gar nicht einmal besonders hoch sein. Für einen Schutz vor 100-jährlichen Hochwassern reichen etwa im Ortsgebiet Goldwörth 1-1,5m.

Wirkungsbeweis

Mit diesen Dämmen kann man die Häuser im Eferdinger Becken ebenso wirkungsvoll schützen, wie im Machland.

Das Argument, man könne im Eferdinger Becken wegen der Durchlässigkeit des Untergrunds keine Dämme bauen, halten wir für nicht stichhaltig und allein durch die Existenz des Kraftwerks Ottensheim (Stauhöhe 10,5m) seit Jahrzehnten widerlegt.

In der Zwischenzeit wurden eine Reihe weiterer Techniken zur Deichabdichtung entwickelt wie zum Beispiel das FMI- (Fräs-Misch-Injektions) Verfahren oder die Deich Sicherungsarbeiten im Oberallgäu.

Da zwischen den Ortsgebieten kilometerbreite Abstände bestehen, ist der Hochwasserabfluss durch Schutzdämme nicht behindert.

Mit geringem Neigungswinkel oder mobilen Elementen stellen die Dämme auch kein Hindernis für den Straßenverkehr dar.

Im Vergleich zu den Dämmen am Stauraum, sind die Anforderungen und damit Kosten für Hochwasserschutzdämme im Eferdinger Becken in Bezug auf Strömungserosion (flaches Gelände) und dauernde Wassereinwirkung (Hochwasser ist meist nach drei Tagen vorbei) wesentlich geringer.

Wer ist verantwortlich für die Umsetzung?

Verantwortlich sind das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BM Stöger), die Landesregierung und die Gemeinden.