Nationaler Hochwasser Risikomanagementplan

Initiative erarbeitet umfangreiche Stellungnahme.

Der nationale Hochwasser-Risikomanagementplan soll beschreiben, wie in Österreich in Zukunft mit dem Hochwasser-Risiko umgegangen wird. Das ist für uns alle von grundlegender Bedeutung!

Im Zuge dieser Planung werden Karten mit Gefahrenzonen erstellt, die in Zukunft ausschlaggebend für Baugenehmigungen sein werden.

 

Es werden da auch Prioritäten für Maßnahmen definiert. Dabei fällt etwa auf, dass OÖ das einzige Bundesland ist, dass der Maßnahme "Absiedlung" Priorität 2 zuordnet. Alle anderen Bundesländer sehen Absiedlung als mit Priorität 3 oder gar keiner Priorität!

Details und die Pläne dazu sind auf der Homepage des Lebensministeriums zu finden.

Wir haben uns dieses umfangreiche Dokument genau angesehen und eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen erarbeitet. Zum Beispiel ein grundsätzliches, grundlegendes Problem, das den gesamten Risikomanagementplan betrifft. 


Vergleiche etwa Abschnitt 3.5.1
: … Die 391 APSFR umfassen ca. 66.000 ha (HQ30), 90.000 ha (HQ100 ) bzw. 125.000 ha (HQ300) – da die Grenzen der APSFR offensichtlich nach den Hochwasser-Anschlaglinien definiert sind, fehlt hier eine wichtige Grundlage, nämlich die Methodik

-          wie im entsprechenden Gebiet definiert wird, was ein HQXX ist,

-          wie es bestimmt wird und

-          wie dessen Definition aktualisiert wird.

Ein- und dasselbe HW Ereignis wird sowohl regional als auch abhängig von den Quellen unterschiedlich eingestuft und oft nachträglich geändert. Ohne eine klare, einheitliche Methodik, ist etwa die  Bezeichnung HQ100 allein, als Grundlage einer Planung aus der sich rechtsverbindlichen Normen ergeben sollen, völlig ungeeignet.

Probleme sehen wir auch in folgenden Abschnitten:

Mehrere Abschnitte:  Auf englische Akronyme wie „APFSR“ sollte in einem Dokument, das sich an die Öffentlichkeit richtet, verzichtet werden

Abschnitt 3.4.1: … Datengrundlagen für Hochwassergefahrenkarten stammen aus folgenden Quellen:

•             Abflussuntersuchungen (ABU)9

•             Gefahrenzonenausweisungen gemäß den geltenden Richtlinien der BWV10

•             Gefahrenzonenpläne gemäß § 11 Forstgesetz 197511

•             Hochwasserrisikozonierung Austria (HORA12).

Es ist nicht nachvollziehbar,

-          nach welcher Methode diese Daten zusammengeführt werden. Insbesondere,

-          nach welcher Methode vorgegangen wird, wenn sie die Quellen widersprechen und

-          wie man mit Datenlücken umgeht.

(Verantwortliche der OÖLRG bezeichnen die Datenqualität im System HORA als „Horror“)

….Überflutungsflächen und Wassertiefen nach pragmatischer Methode WLV – es ist nicht definiert bzw.  wie diese Methode aussieht

Überflutungsflächen nach Experteneinschätzung BWV – Es ist nicht nachvollziehbar, dass Schätzungen als harte Daten eingestuft werden

… Pragmatische Methode BWV  zur Füllung von Datenlücken   – es ist nicht definiert und daher nicht nachvollziehbar, was diese Methode ist

Hier gesamten Text der Stellungnahme weiterlesen.

Stellungnahmen der Anderen sind hier nachzulesen. Wir sind schon gespannt, ob zum Beispiel von unserer Landesragierung noch etwas kommt!