2008 wurde das Stauziel  für das Kraftwerk Ottensheim erhöht. Dies hat nach unserer Ansicht zur Flutung des Eferdinger Beckens beigetragen, weil offensichtlich wesentlich mehr Wasser als vorgesehen über die Ufer geströmt ist, wie man an den u.a. Zerstörungen sehen kann.  Das Anheben des Stauziels widerspricht den Auflagen der wasserrechtlichen Bewilligung des Kraftwerks wonach die Wasserspiegel nicht verändert werden dürfen.

Augenzeugenbericht – Schäden an der Überströmstrecke

Nördliches Donauufer im Bereich Strom-km 2.158 – 2.157

Bei einer Radtour (30.Juni 2013) hat sich ein erschreckendes Bild über den noch immer vorhandenen Zustand (4 Wochen nach dem Hochwasser) der Donauuferverbauung bei Strom-Km 2.158 gezeigt.

Übermäßige Strömung ins Eferdinger Becken

Die nachfolgenden Bilder zeigen dass der Donauüberlauf schon weit vor der eigentlichen Überlaufstelle (ca. bei Strom-Km 2.157) begonnen hat. Die Wassermengen des vorzeitigen Überlaufes haben bei Strom-Km 2.158 die Uferverbauung an deren Rückseite so stark unterspült hat, das dieser bei der
nächsten größeren Wehrabsenkung beim Kraftwerk Aschach mit Sicherheit zu brechen droht. In den Monaten Juli/August ist immer mit Hochwasserständen der Donau zu rechnen, wenn die Schneeschmelze in den Alpen und großflächige Niederschlagsmengen einhergehen.

Für den Kraftwerksbau Ottensheim-Wilhering (Baubeginn 1970) wurde das HW 1954 berücksichtig. Soweit die Daten zurzeit vorliegen, kann man schon mit Sicherheit sagen, dass die Wassermengen diesmal höher waren. Daher gehört der Überflutungsbereich neu nachjustiert und die Uferverbauung oberhalb der Überlaufstelle ebenso baulich ausgeführt (Wurfsteindamm), damit solche Unterspüllungen nicht mehr stattfinden können.

Strom-Km 2.158,2: hier ist eine Stelle die nur mehr einen minimalen Wasseranstieg zum Ausufern (Unterspülung der losen Steine / keine Befestigung mehr vorhanden) benötigt. Hier an dieser Stelle beginnt die Ausuferung um mehr als einen 1Meter (auf den Donaupegel bezogen) früher als an der eigentlichen vorgesehenen Überlaufstelle. Was hier bei der nächsten größeren Wehrabsenkung passieren wird, kann sich jeder vorstellen. Der Wasserstand der Donau liegt hier um genau 3,7m
(Rev.01) höher über Adria als die Kirche in Goldwörth (gehört zu den höchsten Stellen im Goldwörther Gemeindegebiet).

Übermäßige Strömung ins Eferdinger Becken
Messpegel bei Strom-Km 2.158,2 (Oberkante Messlatte 265,55m über Adria)

Übermäßige Strömung ins Eferdinger Becken
Foto ca. bei Strom-Km 2.158 stromaufwärts in Richtung Aschacher Stärkefabrik / Donaubrücke. Hier sieht man den Beginn der Eingrabung bis zur totalen Unterspülung des Treppelweges.

Übermäßige Strömung ins Eferdinger Becken

Hier im Bereich der alten Nußbaumer-Mühle was noch vom Treppelweg übrig geblieben ist.

Übermäßige Strömung ins Eferdinger Becken

Hier die eigentliche Donau-Überströmstelle ca. bei Strom-Km 2.157 und stromabwärts deren komplette Kronenbreite und Böschung landeinwärts mit Wursteinen verbaut ist. Hier ist das Niveau: Oberkante Damm zum Wasserstand der Donau wesentlich höher (1,2 bis 1,5) als stromaufwärts (beim Messpegel Strom-Km 2.158,2) wo dies nicht einmal 1,0m beträgt. Bericht:  1.Juli 2013. M.  GUMPLMAYR, Goldwörth