Bayern siedelt Bewohner nicht ab, sondern baut Flutpolder in unbebauten Gebieten.

Vorteil:

  • Flutpolder kann gezielt Hochwasserspitzen abfangen und kontrolliert wieder entleert werden (über Einlass und Auslassbauwerke)

Berechnungen zeigen, dass etwa der Polder Riedensheim den Maximalpegel eines Hochwassers um 35cm für die Unterlieger reduzieren wird. Interessanterweise ergeben Berechnungen auch eine Reduktion um 15cm im Bereich oberhalb des Flutpolders.

Flutpolder sind die bessere Lösung!

©wwa-ingolstadt.bayern.de

  • Ein Flutpolder braucht bei gleicher Wassermenge wesentlich weniger Platz als simple Überflutungsgebiete, da er mit Dämmen eingegrenzt ist: Siedlungen werden verschont.
  • Sie sind auch wesentlich wirksamer als Überflutungsgebiete.
  • Die Untersuchungen ergaben, dass optimal gesteuerte [Flutpolder] bei jeweils gleicher Volumenbeaufschlagung eine bis zu 6-fach höhere Scheitelreduktion als Deichrückverlegungen bzw. hydraulisch abgetrennte Vorländer erzielen können.
  • Flutpolder können dem Naturschutz dienen. Durch regelmäßige, kontrollierte Bewässerung trocknen Auflächen im Flutpolder nicht mehr aus und es bleibt die Ökologie erhalten.
  • Landwirtschaftliche Flächen im Flutpolder können weiterhin bewirtschaftet werden. Muss der Polder bei Hochwasser geflutet werden, was nur alle 20-30 Jahre vorgesehen ist, so gibt es in Bayern Entschädigungen für den Ernteausfall.

Flutpolder sind die bessere Lösung!