Inn überrollte die Donau


Aussagen von Landesrat Anschober und ein Bericht des Umweltministeriums werden zitiert. Mal abgesehen davon dass es kein Umweltministerium mehr gibt (heißt jetzt Lebensministerium) wird auch nicht erwähnt um welchen Bericht es sich handelt. Wir nehmen mal an, es handelt sich um die sogenannte Hydrographische Analyse  . Wenn Herr Landesrat Anschober meint "Sie enthält keine Indizien für eine künstliche Flutung", dann hat er Recht.

Inn überrollte die Donau

Den Schluss aber, dass das Hochwasser deshalb im Eferdinger Becken ein reines Naturereignis war, halten wir schlicht für falsch, denn in dem oben angeführten Bericht kommt das Wort "Stauraum" gar nicht, das Wort "Kraftwerk" nur zweimal und Abwinden/Asten kommt gar nicht vor!

 Jede diesbezügliche Analyse muss folgende Fragen aufgreifen:

 1. Welche Auswirkungen hatte es auf den Rückstau im Bereich Ottensheim, dass das Stauziel in Asten mit der Wehrbetriebsordnung 2008 um einen Meter angehoben wurde? Dass Rückstau-Effekte einen erheblichen Einfluss haben, wird im Zusammenhang mit Passau im Artikel erwähnt.

 2. Welche Konsequenzen müssen gezogen werden, dass sich die Modellrechnung, für den zu erwartenden Pegelstand bei HW in Ottenheim, die dieser Änderung der Wehrbetriebsordnung zugrunde gelegt wurde, in der Praxis als *falsch* herausgestellt hat (Rechenfehler: 0,6m) ?

 3. Welche Auswirkungen hatte es, dass ausgerechnet der Unterwasserpegel im KW Asten/Abwinden über 48h nahezu gleich gehalten wurde, während in dieser Zeit überall sonst die Pegel stark gestiegen sind ?

Mit dem Eferdinger Becken ist es halt im Endeffekt auch nicht anders als mit dem Waschbecken zu Hause, Wenn ich wissen will, warum es übergelaufen ist, muss ich nicht nur an verstärkten Zulauf denken sondern auch an reduzierten Abfluss.

Das weiß jedes Kind. Die Frage ist: Warum wurde die Rolle des KW Abwinden/Asten für das Geschehen bei uns nicht eingehend untersucht?

Dr. Gerald Zincke auf facebook:

  • In einem Zeitraum in dem der Pegel in Ottensheim (unterhalb des Kraftwerks) um 2,6m anstieg, hielt man den Pegel unterhalb des KW Asten bis auf 1m konstant. Der Oberwasser Pegel blieb überhaupt gleich. Ein starkes Indiz, dass so der Abfluss dieser zusützlichen Wassermassen aus dem Eferdinger Becken verhindert wurde.

 Inn überrollte die Donau