Heute wieder gelesen: "Wir hatten 2m Hochwasser und dagegen könnte nur eine 2m hohe Mauer schützen".

Das ist falsch.

Bei der Senkung der Hochwasser-Häufigkeit geht es nicht nur um die eine Dimension Höhe (eines Pegels) sondern um vier Dimensionen:

Höhe x Breite x Länge x Zeit.

Das soll heißen:

  • Wie viel Volumen an Wasser kommt in der Zeiteinheit an und
  • wieviel davon kann abfließen?
  • Erst die Differenz macht dann die Überschwemmung aus.

Wenn wir an der Dimension Zeit drehen, etwa indem wir Volumen in Stauseen oder Flutpoldern zurückhalten, sodass es erst später zufließt, dann sinkt die Differenz und damit haben wir weniger Überschwemmung.

Ein einfaches Beispiel:

  • Wenn ich einen Kübel Wasser ganz rasch auf einmal ins Waschbecken schütte,
  • dann kann das auch bei geöffnetem Abfluss schnell übergehen.
  • Jeder weiß das!
  • Wenn ich das mit dem gleichen Kübel aber langsam mache (also den Faktor Zeit verändere), dann gibt's kein Problem

Unser Masterplan fordert daher vor der Errichtung von Dämmen und Mauern 4 andere Maßnahmen ein, die allesamt dafür sorgen, dass sich das Volumen des Hochwasser über die Zeit verteilt. Denn die Donau ist ein dicker Schlauch. Da rinnt auch einiges weg!

Darum baut man in Bayern nicht 10m hohe Mauern ringsum Passau.sondern Flutpolder oberhalb.